Länge des
Abschnitts:15.35
km
anliegende
Dörfer:
Besonderheiten:
Von Damals bis
Heute:
Die Eider hat
über Jahrhunderte für Breiholz eine große Bedeutung gehabt. Die Eider war
Hauptverkehrsweg, da Feuchtgebiete und Moore im Umland besonders im Herbst und
Winter nicht passierbar waren. Dank dieser Lage blieb der Ort beispielsweise
vom Dreißigjährigen Krieg und anderen feindlichen Übergriffen verschont.Darüber hinaus stellte die Eider mit ihrer
Schifffahrt für viele Breiholzer Familien die Lebensgrundlage dar.
Jahrhundertelange Überschwemmungen der Eiderniederungen durch Ebbe und Flut
lagerten im Laufe der Zeit den heute noch überaus fruchtbaren Kleiboden ab.
Schon seit eh und jeh spielte die Landwirtschaft neben der Schifffahrt eine
bedeutende Rolle. Zwar boten die fruchtbaren Kleiböden hervorragendes
Weideland, allerdings konnte es zu Ernteausfällen durch Überflutungen kommen.
Aufgrund der
Begradigung der Eider, Trockenlegung von Sümpfen und Abkappung vieler Nebenflüsse (Wehrau, Jevenau, Luhnau, Haaleau,
Gieselau) durch den Bau des Nord-Ostsee-Kanals (1865-1895)nahm man der Eider wichtige natürliche
Entflutungsflüsse und Speicherkapazitäten, wodurch bei Flut der Wasserpegel auf
dem stark begrenzten Gebiet immens anstieg. So kam es immer häufiger zu
unkontrollierten Überschwemmungen. Durch die Begradigung im Bereich Breiholz
konnte der natürliche Flussverlauf um knapp 1 km vom Dorf verlegt werden.
Hierdurch und durch die Erhöhung der Deiche konnte die direkte Überflutung des
Dorfes verringert werden. Jedoch kam es am 17.02.1935 zu einem verheerenden
Deichbruch auf einer Länge von 200 Metern, sodass das Wasser ungehindert ins
Dorf und damit in die Häuser eindringen konnte. Erst durch die Errichtung
verschiedener Schleusen und schließlich dem Bau des Eidersperrwerks in Tönning
(1973) wurde der Eider der Tidenhub genommen, wodurch Überflutungen der
Vergangenheit angehörten. Dennoch stellte die Eider immer noch ein
geographisches Hindernis Richtung Norden dar. So konnte man jahrhundertelang
nur mit einem Fährboot (später Fähre) das andere Ufer erreichen. Ab 1954 wurde die Verbindung
durch eine Stahlbetonbrücke hergestellt.
Vergleichend zu
damals hat die Eider heute kaum noch eine wirtschaftliche Bedeutung in Bezug
auf die Schifffahrt (s. Bau des Nord-Ostsee-Kanals). Sie wird aber von Anglern,
Sportbootfahrern und Badegästen als attraktiver Erholungsraum genutzt.