Lebendige Eider Bilder  Abschnitt 1  Abschnitt 2  Abschnitt 3  Abschnitt 4 Steckbrief 1 Steckbrief 2 Steckbrief 3 Steckbrief 4 Flora Landlebende Tiere Fische Wasseruntersuchung I Wasseruntersuchung II Soziale Bewertung Wirtschaftliche Bewertung  Steckbrief 4 - Breiholz

Gruppenmitglieder:
Stefan Gall, Jens Sievers, Sebastian Drecker, Jonathan Storm-Ohm

Länge des Abschnitts:15.35 km

anliegende Dörfer:

Besonderheiten:

Von Damals bis Heute:

Die Eider hat über Jahrhunderte für Breiholz eine große Bedeutung gehabt. Die Eider war Hauptverkehrsweg, da Feuchtgebiete und Moore im Umland besonders im Herbst und Winter nicht passierbar waren. Dank dieser Lage blieb der Ort beispielsweise vom Dreißigjährigen Krieg und anderen feindlichen Übergriffen verschont.Darüber hinaus stellte die Eider mit ihrer Schifffahrt für viele Breiholzer Familien die Lebensgrundlage dar. Jahrhundertelange Überschwemmungen der Eiderniederungen durch Ebbe und Flut lagerten im Laufe der Zeit den heute noch überaus fruchtbaren Kleiboden ab. Schon seit eh und jeh spielte die Landwirtschaft neben der Schifffahrt eine bedeutende Rolle. Zwar boten die fruchtbaren Kleiböden hervorragendes Weideland, allerdings konnte es zu Ernteausfällen durch Überflutungen kommen.

Aufgrund der Begradigung der Eider, Trockenlegung von Sümpfen und Abkappung vieler Nebenflüsse (Wehrau, Jevenau, Luhnau, Haaleau, Gieselau) durch den Bau des Nord-Ostsee-Kanals (1865-1895)nahm man der Eider wichtige natürliche Entflutungsflüsse und Speicherkapazitäten, wodurch bei Flut der Wasserpegel auf dem stark begrenzten Gebiet immens anstieg. So kam es immer häufiger zu unkontrollierten Überschwemmungen. Durch die Begradigung im Bereich Breiholz konnte der natürliche Flussverlauf um knapp 1 km vom Dorf verlegt werden. Hierdurch und durch die Erhöhung der Deiche konnte die direkte Überflutung des Dorfes verringert werden. Jedoch kam es am 17.02.1935 zu einem verheerenden Deichbruch auf einer Länge von 200 Metern, sodass das Wasser ungehindert ins Dorf und damit in die Häuser eindringen konnte. Erst durch die Errichtung verschiedener Schleusen und schließlich dem Bau des Eidersperrwerks in Tönning (1973) wurde der Eider der Tidenhub genommen, wodurch Überflutungen der Vergangenheit angehörten. Dennoch stellte die Eider immer noch ein geographisches Hindernis Richtung Norden dar. So konnte man jahrhundertelang nur mit einem Fährboot (später Fähre) das andere Ufer erreichen. Ab 1954 wurde die Verbindung durch eine Stahlbetonbrücke hergestellt.

Vergleichend zu damals hat die Eider heute kaum noch eine wirtschaftliche Bedeutung in Bezug auf die Schifffahrt (s. Bau des Nord-Ostsee-Kanals). Sie wird aber von Anglern, Sportbootfahrern und Badegästen als attraktiver Erholungsraum genutzt.